#16. Einfach nur... eine Fahrkarte kaufen

| No Comments | No TrackBacks

Ich möchte ja nicht den Eindruck erwecken, ich hacke auf der Bahn herum. Es ist nur so: Durch viele Bahn-Fahrten gibt es auch viele Touch Points und damit notwendigerweise Kritikpunkte.

Touch Points heute:

  1. Weil ich spät dran bin, lasse ich mich am Bahnhof Augsburg auf den Fahrkartenautomaten ein. Aufgrund der langen Entscheidungsbäume und damit verbunden vielen Klicks (Zielbahnhof Erstbuchstabe Auswahl, Zielbahnhof nächste Seite, Zielbahnhof Auswahl, Zugtyp, Bahncard Ja/Nein, Fahrzeit…) habe ich eine natürliche Abneigung gegen die Verwendung der Automaten. Insbesondere, wenn es beim dritten Schritt ein Problem gibt, und man wieder von vorne anfangen muss - oder aufgeben, siehe unten...

    Mit einem Mitarbeiter zu sprechen ist wesentlich schneller. Es ware etwas anderes, wenn ich lediglich meine Bahncard einschieben könnte, und der Automat würde Vorschläge aus bereits gefahrenen Strecken zusammen stellen… Soweit sogut, ich hangle mich durch die Menüs und erhalte problemlos eine Fahrkarte nach München. Springe durch die (nicht barrierefreie) Unterführung auf Gleis 3 und in den abfahrenden Zug.


  2. München: Schlange am Schalter ist zu lang, um für die abendliche Weiterfahrt nach Zürich zu buchen. Also nach der Erfahrung eben wieder an den Automaten. Beim Punkt Bahncard verlangt DIESER nun, die Bahncard einzuführen – nicht nur wie eine Stunde vorher “Ja” anzugeben. Ok. Und dann? Bitte PIN für die Bahncard eingeben. Weiss ich natürlich nicht nachdem ich nie Automaten verwendet habe…

  3. Halbe Stunde später im Büro gehe ich online. Es gibt ja die Möglichkeit, ein Ticket zu drucken. Offenbar aber nicht 9 Stunden vor Abfahrt eines Zugs nach Zürich. Buchungszeitraum abgelaufen!?

  4. Es bleibt mir nichts als am Abend vor Abfahrt an den Schalter zu gehen oder im Zug gegen Aufschlag zu kaufen :(

Was mich schon immer gewundert hat, ist die Doppelkontrolle der Bahncard – am Schalter und nochmal im Zug. Warum eigentlich? Ist aber kein Problem, da mit einem schnellen Blick zwei Menschen mein Foto auf der Karte mit meinem Gesicht vergleichen und das Gültigkeitsdatum prüfen. Geht schnell und problemlos.

Doppelkontrolle am Automaten hat den Nachteil, dass ich mir eine weitere PIN merken muss, wie ich heute erfahren musste.

Und wie das online abgelaufen wäre, kann ich nicht beurteilen, da ich 9 Stunden zu früh schon zu spät dran war.

Kein Problem?

Doch.

Den Ehrlichen werden Hindernisse in den Weg gelegt weil man Unehrlichkeit voraussetzt – dabei würde nichts dagegen sprechen, diese Hindernisse durch Zusatzeinnahmen bei den Unehrlichen zu ersetzen.

Wo ist denn das Problem, wenn ich behaupte (am Schalter oder per Automat), ich hätte eine Bahncard, oder eine fremde Bahncard in den Automaten schiebe?

Die Unehrlichen müssten nachzahlen – weil sie tatsächlich keine Bahncard haben oder die falsche mit dem falschen Foto sicher nicht vorzeigen; die Ehrlichen würden kontrolliert wie immer. Und der Kaufprozess wäre wesentlich vereinfacht. Z.B. durch einen kürzeren Entscheidungsbaum am Automaten oder Einsparen des ersten Blicks auf die Bahncard. Ich verstehe den Punkt nicht...

No TrackBacks

TrackBack URL: http://www.felgner.ch/cgi-bin/mt/mt-tb.cgi/161

Leave a comment

About this Entry

This page contains a single entry by Erika Mustermann published on July 24, 2007 11:44 PM.

#15. Notiz für die Taxi Augsburg eG was the previous entry in this blog.

#18. Einfach nur... per Kreditkarte bezahlen is the next entry in this blog.

Find recent content on the main index or look in the archives to find all content.